Russland -> USA

Vilhauer in Cassel in Südrußland / USA

Die planmäßige Ansiedlung von Deutschen begann mit dem Manifest Katharinas  II. vom 22. Juli 1763 und Zar Alexanders I. von 1804.
Deutsche wurden an der Wolga, im Schwarzmeergebiet  und im Kaukasus 
Angesiedelt zur Verbesserung der Landwirtschaft.

Den Siedlern wurden folgende Privilegien zugesichert:

  • Kostenloser Transport nach Russland 
  • das Recht sich in getrennten Kolonien anzusiedeln
  • kostenloses Land und zinsfreie Darlehen zum Aufbau einer Existenz
  • Glaubensfreiheit und das Recht eigene deutschsprachiger Kirchen zu bauen
  • lokale Selbstverwaltung und Errichtung eigener deutschsprachigen Schulen
  • Befreiung vom Militärdienst auf ewige Zeiten
  • das Recht, Russland jederzeit wieder verlassen zu dürfen.

Diese Rechte und Privilegien werden den Siedlern und ihren Nachkommen für immer garantiert.

In den Siedlungsjahren wurden in ganz Russland „Mutterkolonien“ gegründet. Für landlose Söhne der Kolonisten konnte Ackerboden gekauft und darauf Häuser gebaut werden. Diese so entstandenen Siedlungen nannte man „Tochterkolonien“.

Die Mutterkolonie Cassel war überwiegend mit Elsässern, Badenern und Württembergern besiedelt. Dorthin war auch Johann Vilhauer mit seinem Sohn Georg Peter und der Tochter Anna Maria von Walldorf bei Heidelberg ausgewandert. Georg Peter und seine Frau Barbara Wagemann hatten 11 Kinder. 

Seit längerer Zeit wurden die Privilegien eingeschränkt. 1881 bestieg Zar Alexander III. den Zarenthron und erklärte die allgemeine Russifizierung zur offiziellen Politik. Das traf die Kolonisten besonders hart, denn die Mehrzahl der Privilegien wurden aufgehoben.

Einige Beispiele:

  • Geschäfte unter Kolonisten sollten nun in russischer Sprache abgewickelt werden
  • Kolonistenkinder wurden in russischer Sprache unterrichtet
  • lokale Selbstverwaltung ging verloren 
  • die deutschen Dorfnamen mussten in kyrillischer Schrift geschrieben werden
  • Landerwerb, um neue Tochterkolonien zu gründen, wurde erschwert.

Das Siedlungsangebot aus Amerika im 19. Jh. war für einige Kolonisten der Ausweg. Viele scheuten aber die weite Reise über den Ozean und den abermaligen Neubeginn in Amerika. Sie beschlossen, trotz der forcierten Russifizierungspolitik, in Russland zu bleiben.

Drei Söhne von Georg Peter Vilhauer: Adam, Jacob und Philipp wanderten mit ihren Familien im Jahre 1874 auf verschiedenen Schiffen von Odessa in die USA aus und siedelten in Süd- und Norddakota.

Die Linie wird von Hans Vielhauer und Roland Vielhauer bearbeitet.

Zum Stand 04.01.2011 liegen folgende weitere Erkenntnisse vor:

Von der gesamten Sippe gibt es einen Stammbaum mit ca. 1.500 Personen
auf 33 Seiten. Der entsprechende Link auf die Homepage wird hier noch eingestellt.

Weiter gibt es von einem der Zweige eine umfangreiche Chronik (Buch). 
Ein Ausdruck liegt Hans Vielhauer vor.

 

 
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